Bei Cybersicherheit und täglichen Sicherheitsabläufen fungiert ein Security Operations Center (SOC) als zentrale Schaltstelle für alle Aktivitäten dieser Art. In dieser ausführlichen SOC-Erklärung betrachten wir:
Falls ihr euch fragt, ob eure Organisation wirklich ein SOC benötigt, lautet die Antwort wahrscheinlich ja. Lest weiter, dann erfahrt ihr, warum und wie.
Ein SOC, auch Information Security Operations Center (ISOC) genannt, ist ein zentraler Ort, an dem Sicherheitsexperten die Sicherheitsarchitektur aufbauen und pflegen. Es erkennt, analysiert und überwacht Cybervorfälle und reagiert auf sie – rund um die Uhr das ganze Jahr über.
SOCs identifizieren nicht nur Bedrohungen. Das SOC-Personal ist dafür verantwortlich, Schwachstellen zu finden – sowohl außerhalb als auch innerhalb eurer Firma.
Das Sicherheitsteam, das aus Sicherheitsanalysten und -ingenieuren besteht, überwacht alle Aktivitäten in Servern, Datenbanken, Netzwerken, Anwendungen, Endgeräten, Websites und anderen Systemen, um:
Man kann sagen, dass ein SOC einen doppelten Zweck erfüllt: Sicherheitsprobleme in Echtzeit zu bewältigen und kontinuierlich nach Wegen zu suchen, die Sicherheitslage eurer Organisation zu verbessern.
Heutzutage muss Sicherheit ein wichtiger Teil aller Überlegungen eures Unternehmens sein. Ein zentralisiertes SOC bietet zahlreiche Vorteile. Fassen wir die größten SOC-Vorteile zusammen. SOCs ermöglichen Folgendes:
Diese Vorteile lassen sich schwer beziffern, da sie buchstäblich euer Geschäft am Laufen halten.
Ja, SOCs und NOCs können sich teilweise überschneiden. Laut IT-Experte Joe Hertvik verfolgen NOCs und SOCs zwei gemeinsame Ziele:
Obwohl sie ähnliche Ziele verfolgen, erreichen NOCs und SOCs diese durch die Überwachung verschiedener IT-Betriebsbereiche – mit einigen Überschneidungen. Der einfache Unterschied besteht darin, dass NOCs sich wirklich mit der Leistung des gesamten Netzwerks befassen, während SOCs sich stark auf Sicherheitsabläufe (SecOps) und die allgemeine Sicherheitslage konzentrieren.
(Lest Joes vollständige Erklärung zu NOCs vs. SOCs.)
In diesem Artikel sprechen wir hauptsächlich über ein SOC im Kontext eines großen Unternehmens oder einer Organisation, die mindestens über ein physisches SOC verfügt, das sie intern verwaltet. Um es klar auszudrücken: Es gibt viele Möglichkeiten, ein SOC zu betreiben. Hier folgt ein Überblick:
Das SOC leitet die Echtzeit-Reaktionen auf Vorfälle und stößt fortlaufend Sicherheitsverbesserungen zum Schutz des Unternehmens an. Die Kombination aus den richtigen Tools und qualifiziertem Personal ermöglicht eine effektive und effiziente Überwachung und Verwaltung des gesamten Netzwerks.
Zu den SOC-Kernaufgaben gehören Sicherheitsüberwachung, Vorfallsreaktion, Log-Management, Compliance-Berichterstattung und Richtliniendurchsetzung. Ein leistungsfähiges SOC sollte folgende Aufgaben erfüllen können:
Kurz gesagt: Auch dann, wenn keine aktiven Bedrohungen vorliegen, sucht das SOC-Personal proaktiv nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit.
Mit einer komplexen Kombination aus geeigneten Tools und qualifiziertem Personal zur Überwachung und Verwaltung des gesamten Netzwerks kann ein leistungsfähiges SOC Bedrohungen erkennen und abwehren sowie die Sicherheit proaktiv verbessern.
(Mit Splunk setzt ihr auf umfassende Transparenz und starkes Security-Monitoring für euer SOC..)
Das SOC besteht aus hochqualifizierten Sicherheitsanalysten und -ingenieuren sowie Aufsichtspersonal, die gemeinsam einen reibungslosen Ablauf gewährleisten. Diese Fachleute sind speziell für Folgendes ausgebildet:
Diese Fachleute nutzen nicht nur Tools, sondern verstehen Netzwerke und typische Behebungsprozesse, um den Kern eines Problems zu erfassen.
Im Allgemeinen ist ein Sicherheitsingenieur für die Gestaltung und Implementierung der Sicherheitsarchitektur eines Unternehmens verantwortlich, die (jedoch nicht ausschließlich) Telekommunikationsnetzwerke, Sicherheitsinfrastruktur, Cloud-Dienste, Notfallwiederherstellung und virtuelle Infrastrukturen umfasst.
Ein Sicherheitsanalyst unterstützt die Wartung dieser Architektur durch Netzwerküberwachung zur Erkennung, Minderung und Eindämmung von Bedrohungen und Sicherheitsverletzungen. Erfahrene Sicherheitsanalysten verfügen wahrscheinlich über einige oder alle dieser Fähigkeiten:
Ähnlich wie bei der Überprüfung von Zwischenfällen verfolgen die meisten SOCs einen hierarchischen Ansatz. In dieser Hierarchie werden Analysten und Ingenieure nach ihren Fähigkeiten und Erfahrungen eingestuft. Ein typisches Team könnte beispielsweise in vier Ebenen eingeteilt sein.
Die erste Reihe der Incident Responder (Vorfallsbearbeiter). Diese Sicherheitsfachleute überwachen Warnmeldungen und ermitteln zwei Dinge:
Das Personal der ersten Ebene kann auch Sicherheitstools verwalten und regelmäßig Berichte erstellen.
Diese Beschäftigten können schnell die Ursache des Problems ermitteln und bewerten, welcher Teil der Infrastruktur betroffen oder gefährdet ist. Diese SOC-Experten folgen Verfahren zur Behebung des Problems und zur Beseitigung von Folgeschäden. Sie markieren bestimmte Probleme für zusätzliche Untersuchungen außerhalb des Protokolls.
Hier beginnt der Übergang von reaktiven zu proaktiven Sicherheitsmaßnahmen. Das Personal besteht ind er Regel aus erfahrenen Sicherheitsanalysten, die aktiv nach Schwachstellen im Netzwerk suchen und Bedrohungen aufspüren. Sie verwenden fortschrittliche Bedrohungserkennungstools, um Schwachstellen zu diagnostizieren und allgemeine Sicherheitsverbesserungen zu empfehlen.
Innerhalb dieser Gruppe befinden sich möglicherweise auch Spezialisten wie forensische Ermittler, Compliance-Prüfer oder Cybersecurity-Analysten.
In der höchsten SOC-Ebene arbeiten Manager und leitende Führungskräfte. Diese Gruppe überwacht alle Aktivitäten des SOC-Teams und ist für die Einstellung und Schulung sowie die Bewertung der individuellen und allgemeinen Leistungen verantwortlich.
Führungskräfte der Stufe 4 greifen in Krisen ein und fungieren insbesondere als Bindeglied zwischen dem SOC-Team und dem Rest der Organisation. Sie tragen zudem für die Einhaltung von Unternehmens-, Branchen- und behördlichen Vorschriften die Verantwortung.
Verwendet diese Checkliste beim SOC-Aufbau oder der -Optimierung.
Eine SIEM-Lösung führt Daten aus unterschiedlichen Quellen innerhalb eurer Netzwerkinfrastruktur zusammen
Einfach ausgedrückt: Ein SIEM macht euer SOC effektiver.
Selbst erstklassige Sicherheitsanalysten können – unabhängig von ihren Technologien und Fähigkeiten – den endlosen Datenstrom nicht Zeile für Zeile überprüfen, um böswillige Aktivitäten zu entdecken. An dieser Stelle verändert ein SIEM die Spielregeln und heben die Arbeitsweise auf ein komplett neues Niveau.
Ein SIEM sammelt und organisiert alle Daten aus verschiedenen Quellen in eurem Netzwerk und bietet dem SOC-Team Einblicke, damit es wichtige Aufgaben schnell erledigen kann, wie:
SIEM zentralisiert SOC-Aufgaben wie Überwachung, Incident Response, Protokollmanagement, Compliance-Berichterstattung und Richtliniendurchsetzung. Allein schon die Protokollverwaltungsfunktionen eines guten SIEM machen es zu einem unverzichtbaren Werkzeug für jedes SOC.
SIEMs können riesige Mengen an Sicherheitsdaten aus Tausenden von Quellen in Sekundenschnelle analysieren, um ungewöhnliches Verhalten und schädliche Aktivitäten zu erkennen und automatisch zu stoppen. Ohne ein SIEM bleibt ein Großteil dieser Vorgänge unentdeckt.
Das SIEM unterstützt das SOC beim Zusammenführen der Logs und Erstellen von Regeln, die eine Automatisierung ermöglichen und Fehlalarme drastisch reduzieren können. Die Sicherheitsanalysten können sich nun auf die wahren Bedrohungen konzentrieren. Darüber hinaus bietet das SIEM zuverlässige Berichtsfunktionen, die sowohl bei forensischen Untersuchungen als auch für die Erfüllung der Compliance-Anforderungen hilfreich sind.
(Lest unseren vollständigen SIEM-Leitfaden und informiert euch über die unverzichtbaren SIEM-Funktionen.)
Der Einstieg in ein SOC muss euch nicht überfordern. Informiert euch über euer Unternehmen und befolgt bestehende Richtlinien, z. B. die einer Cybersicherheitsorganisation wie Splunk oder die Best Practices wie sie in der Executive Order for Cybersecurity der US-Regierung, oder in ISO/IEC 27001 festgelegt sind.
Hier folgt ein kurzer Überblick über bewährte Methoden.
Ein SOC ist eine wichtige Investition, von ihr hängt viel bei eurer Sicherheitsplanung ab. Um eine Strategie zu entwickeln, die euren Sicherheitsbedürfnissen entspricht, berücksichtigt Folgendes:
Es ist zwingend notwendig, dass euer SOC Einblick in alles hat und Zugriff auf alles erhält, egal wie klein oder scheinbar unbedeutend. Neben der größeren Infrastruktur umfasst dies Geräteendpunkte, von Dritten kontrollierte Systeme und verschlüsselte Daten.
Konzentriert euch beim SOC-Aufbau zunächst auf die Tools. Die schiere Anzahl von Sicherheitsereignissen wird euch ohne die richtigen automatisierten Tools, die mit dem „Rauschen“ umgehen können und anschließend signifikante Bedrohungen hervorheben, erschlagen. Mithilfe der Tools könnt ihr auch verstehen, welche Fähigkeiten eure Mitarbeiter haben oder welche sie verbessern müssen.
Die Einstellung talentierter Mitarbeiter und die kontinuierliche Verbesserung ihrer Fähigkeiten sind zentral für den Erfolg. Der Markt für Sicherheitspersonal ist hart umkämpft. Sobald ihr Mitarbeiter eingestellt habt, investiert ständig in Schulungen zur Verbesserung ihrer Fähigkeiten. Dies erhöht die Sicherheit und verbessert auch das Engagement und die Mitarbeiterbindung.
Ein hoher Sicherheitsstandard ist für jedes Unternehmen ein Muss. Unabhängig davon, ob Sie SIEM- und Sicherheitsfunktionen in Ihr NOC integrieren, die meisten oder alle SOC-Funktionen an Drittanbieter auslagern oder ein internes SOC einrichten, ist es wichtig, die Sicherheitsfragen zu beantworten, die ein SOC beantworten soll.
Beginnen Sie mit der Frage „Welche Sicherheitsanforderungen gibt es in unserem Unternehmen?“ gefolgt von „Wie können wir diese Anforderungen am wirksamsten und effizientesten erfüllen?“
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Dieser Beitrag spiegelt nicht zwingend die Position, Strategie oder Meinung von Splunk wider.
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